Selbsthosting durch den Fachhändler
Self-Hosting (Händler/Servicepartner): Betrieb im eigenen Rechenzentrum – volle Kontrolle & individuelle SLAs
Im Selbsthosting-Modell betreibt der Fachhändler die Mercury MPS Serverinstanz auf einem eigenen Server. Damit behält er die vollständige Kontrolle über Konfiguration, Datenhaltung und Zugriffsrechte. Software-Updates werden durch docuFORM bereitgestellt, die Installation, Wartung und Sicherung liegen jedoch in der Verantwortung des Hosting-Partners.Während die SaaS-Lösung im docuFORM-Rechenzentrum für minimalen IT-Aufwand sorgt, ermöglicht das Self-Hosting Fachhändlern und Servicepartnern, die Software in ihrer eigenen Infrastruktur zu betreiben – als strategisches Instrument zur Kundenbindung und zur Etablierung eigener Geschäftsmodelle.
Der MPS-Erfassungsclient wird wie gewohnt im Kundennetz installiert. Die REST-API kann bei Bedarf optional lizenziert werden, z.B. zur Anbindung der Mobile App oder für den automatisierten Datenaustausch mit ERP-Systemen.
Architektur & Kontrolle
Die Software-Architektur ist so ausgelegt, dass sie sich an die IT-Strategie des Partners anpasst. Beim Self-Hosting behält der Händler die volle Kontrolle über Daten und Systeme. Dies ist besonders relevant für Dienstleister, die ihren Kunden eine vollständig betreute, eigengehostete Umgebung anbieten möchten, um individuelle Servicelevel (SLAs) zu garantieren.
Sicherheit durch unidirektionale Kommunikation
Ein entscheidendes architektonisches Merkmal ist die unidirektionale Kommunikation: Die Clients im Feld benötigen keine eingehenden Netzwerkverbindungen oder geöffneten Ports. Alle Daten werden initiativ vom Client zum zentralen Server des Händlers übertragen – was die Sicherheitsfreigabe in sensiblen Umgebungen wie bei Banken oder Behörden erheblich erleichtert.
✓ Die Sicherheit der Architektur wurde u.a. durch die Atruvia AG zertifiziert.
Integration & Schnittstellen
Für das Self-Hosting in der Händler-IT ist die Integrationsfähigkeit essenziell. Mercury MPS verfügt über lizenzierbare REST- und XML/RPC-Schnittstellen, die den automatisierten Datenaustausch mit ERP-Systemen oder Asset-Management-Lösungen des Händlers ermöglichen – für effiziente Bestellprozesse und Abrechnungen.
Resiliente Client-Architektur
Unabhängig vom Hosting-Modell arbeiten die Erfassungs-Clients vollkommen autark. Sie verfügen über eine integrierte lokale Datenbank, die eine lückenlose Erfassung auch bei Netzausfällen sicherstellt. Sobald die Verbindung zum Händler-Server wiederhergestellt ist, werden die Daten zeitversetzt übertragen – für präzise Verbrauchsverläufe und zuverlässige OTT-Prognosen (Optimaler Tonertausch).
Erweiterung: Raspberry Pi Client
Die Architektur wird aktuell um eine Linux/Raspberry Pi-Option erweitert. Dieser neue Client ist als „Edge Collector" konzipiert und ideal für Händler-Szenarien, in denen beim Endkunden keine Windows-Infrastruktur vorhanden ist.
Technisch basiert der Client auf Python und nutzt moderne Standards wie den OAuth2/PKCE Flow für eine sichere Authentifizierung am Server des Händlers.
Vorteile auf einen Blick:
- Volle Kontrolle über Betrieb, Infrastruktur, Konfiguration und Logdaten
- Unabhängigkeit bei Serverstandort und Datenhaltung – ideal für eigene SLAs
- Unidirektionale Kommunikation: Keine eingehenden Verbindungen, keine offenen Ports – Atruvia-zertifiziert
- Resiliente Clients mit lokaler Datenbank – lückenlose Erfassung auch bei Netzausfällen
- REST- & XML/RPC-Schnittstellen für ERP-Integration und automatisierte Bestellprozesse
- Raspberry Pi Client als Edge Collector für Kunden ohne Windows-Infrastruktur
- Strategisches Instrument zur Kundenbindung und Etablierung eigener Geschäftsmodelle